PAF-Fluggruppe

LSZF Birrfeld CH

 

 

 

 

 

 

Frühlingsflugreise 2015

 

Frankreich - England - Belgien -Deutschland

 

20. April - 26. April 2015

  

Pilot:
Dani Keller - Passagier Tochter Vivien

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Datum

Abflug

Landung

Flugzeit

20. April 2015

 

Birrfeld

Calais

2:40

 

Frühlingsreise 2015 mit Tochter, Vivien

Montag 20. April:

Flug: Birrfeld - Calais (2:40 h)

Fuelpreis per Liter (inkl. VAT): 1.85 Euro

Landetaxe (inkl. VAT): 10 Euro

Erstaunlicherweise setzte sich ein kräftiges Hoch in der gewünschten Gegend fest und so starteten wir, nachdem wir uns vorgängig in der Werkstatt noch mit einem Liter Premium Öl eingedeckt hatten, um 10:28 Uhr Richtung Calais. Da das Wetter für diesen Flug kein Thema war, plante ich eine direkte Variante über Colmar - Nancy - Cambrai. Bedingt durch die 2450 U/min und der Flughöhe von 6'500 Fuss kamen wir zügig voran und so erstaunte es nicht, dass wir bereits um 13:08 Uhr in Calais landeten. Auf dieser direkten Route ist man zwar ständig am Frequenzen einstellen, aber mit einem Transpondercode versehen, erfolgte die Durchflugbewilligungen jeweils umgehend. Obwohl die Flugzeit mit 2:40 h für diese Strecke bescheiden ist, kommt die Ernüchterung dieser High Performance Fliegerei spätestens an der Tanksäule. Bei 136 Liter AVGAS blieb die Tankuhr stehen, was einem Benzinverbrauch von über 50 Litern entspricht. In Calais war es schön aber durch den Nordostwind empfindlich kühl um diese Jahreszeit. Trotz des Eurotunnels findet dennoch ein reger Schiffsverkehr zwischen Dover und Calais statt.

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Calais Hafen................................................................................Calais Rathaus

21. April 2015

Calais

Norwich

1:07

 

Dienstag 21. April:

Flug: Calais - Norwich (1:07 h)

Landetaxe: keine

Parkinggebühr (inkl. VAT): 16.80 £ (Airport)

Handlinggebühr (kein VAT): 30 £ (Saxonair Handling)

Zollgebühr (kein VAT): 15 £ (Saxonair Handling)

 

Transport zum Hotel (hin und zurück, inkl. VAT): 24 £ (Saxonair Handling)

Bei blauem Himmel ging es am Morgen zum Flugplatz. Heute standen zwei kürzere Strecken über das Meer auf dem Programm. Da die Sicht aber extrem gut war, konnte man schon nach dem Start, in Calais die Kreidefelsen von Dover erkennen.

Bevor wir jedoch starten konnten, galt die Aufmerksamkeit der Planung des bevorstehenden Fluges nach Ostengland, genauer gesagt nach Norwich, mit rund 180'000 Einwohner der grössten Stadt Ostenglands. Mit der Benzinrechnung hatte ich am Vorabend auch bereits die Landetaxe entrichtet. So war eigentlich nur noch die Parkinggebühr geschuldet. Da der diensthabende Mitarbeiter deswegen nicht noch eine separate Rechnung ausstellen wollte, wurde mir diese Gebühr für dieses Mal geschenkt.

Um 10:35 Uhr starteten wir dann Richtung England. Nach einer Viertelstunde Flugzeit lag der Ärmelkanal bereits hinter uns und weiter ging es nun nordwärts Richtung Norwich. Nachdem auch das etwas längere Stück Meeresabschnitt zwischen Ramsgate und Felixstowe hinter uns lag, folgte der Flug über das flache Gebiet von Ostengland. In Norwich wurden wir dann bereits vom Handling Agent Saxonair empfangen, welcher im Vorfeld bereits informiert werden musste. Bei internationalen Flughäfen scheint dies immer mehr zum Standard zu werden. Einerseits ist es natürlich angenehm, weil man sich um nichts zu kümmern braucht, andererseits ist das Entgelt für diese Dienstleistung im Vorfeld nicht abzuschätzen. Bei Saxonair ist die Handlinggebühr mit ca. 45 sFr. noch human, wenn man bedenkt, was sie alles für uns getan haben und darin auch Getränke und kleine Snacks enthalten waren. Die Zollbeamten nahmen es sehr genau und haben auch viel gefragt. Vater mit kleiner Tochter auf Flugreise scheint in England kein alltägliches Erscheinungsbild zu sein.

Das Hotel war einfacherer Natur aber sehr zweckmässig eingerichtet und für meine Tochter ideal gelegen (direkt bei den Einkaufsgeschäften). So konnte der erste Kaufrausch von Vivien schon mal gestillt werden. Zudem ist Einkaufen in Norwich bestimmt billiger als in London. Wetter weiterhin schön, aber immer noch windig und daher recht kühl

 

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Küste bei Calais..................................................................Norwich Markt

22.April 2015

Norwich

Southend-on-Sea

0:37

  

Mittwoch 22. April:

Flug: Norwich - Southend-on-Sea (0:37 h)

Fuelpreis per Liter (kein VAT): 1.43 £

Landetaxe (kein VAT): 24 £

Parkinggebühr für 2 Nächte (kein VAT): 30 £

Obwohl wir immer noch im Hochdruckbereich standen, war der Himmel nicht mehr schön blau, sondern mit einer hochnebelartigen Bewölkung versehen. Da die Gegend aber flach ist, sollte zumindest ein SVFR Flug kein Problem darstellen. Also zurück zum Flughafen und zum Handling Agent Saxonair.

Die Daten für den Flug konnten direkt am Telefon aufgegeben werden, kein Flugplan erforderlich. Um 10:54 Uhr Abflug in Norwich bei bedecktem Himmel. Die angestrebte Flughöhe von 2'500 Fuss konnte ich nicht ganz einhalten, was aber angesichts des flachen Geländes keine Erschwernis darstellte. Kurzer, ereignisloser Flug nach Southend-on-Sea oder wie sich der Flughafen selbst betitelt London Southend Airport. Auch hier gab es einen Handling Agent, wobei dieser nicht offiziell aktiv wurde, da ich ihn nicht angeheuert hatte. Dennoch half er mir bei verschiedenen Tätigkeiten, wie Hotelsuche, Taxibestellung, Wetter und Abrechnung ohne dafür etwas explizit in Rechnung zu stellen.

Da wir hier zwei Übernachtungen eingeplant hatten, machte ich mich schon zu Hause über Hotels schlau und so fand ich ein kleines Familienhotel direkt am Meer. Dieses war auch nicht weit entfernt zum Bahnhof, wo die Züge nach London abfuhren.

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Selfie des Co Piloten............................................................................................... Ostengland bei Felixstowe

23. April 2015

 

Ausflug mit Bahn nach London.

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Donnerstag 23. April:

Ausflug mit Bahn nach London.

Heute war der grosse Tag für Vivien. London - Shopping! Der Morgen präsentierte sich wie der Vortag etwas bedeckt. Mit der "c2c" ging es in knapp einer Stunde nach London, wo wir als erstes in die Dockland Railway umstiegen, eine Eisenbahn die ganz ohne Lokführer auskommt, alles automatisch. Beim Bankenviertel stiegen wir dann aus, um uns die Gegend rund um Canary Wharf anzuschauen. Danach zurück zum Tower of London und der Tower Bridge. Auf der Tower Bridge, erlebten wir, wie die Fahrbahn hochgezogen werden kann, so dass ein Schiff mit hohem Masten passieren kann. Gerne hätte ich Vivien auch die Kronjuwelen im Tower of London gezeigt, doch die Menschenmassen haben uns abgeschreckt und so zogen wir eine Fahrt mit dem Schiff auf der Themse bis zur Westminster Abbey vor. Beim London Eye das gleiche Bild wie beim Tower of London. Eine riesige Menschenschlange sowohl an der Kasse, als auch beim Einstieg. Da meine Tochter ja v.a. wegen dem Shoppen nach London wollte, beschlossen wir lieber direkt mit der U-Bahn in die Oxford Street zu fahren. Dort kamen wir dann auch zu unseren Geschenken, die wir mitbringen mussten.

Am späteren Nachmittag ging es wieder mit der "c2c" zurück nach Southend-on-Sea. Diesmal war der Zug allerdings gestossen voll. Mit Leuten die von der Arbeit nach Hause zurückkehrten.

 

24. April 2015

Southend-on-Sea

Liege

Liege

Bonn

1:37

0:37

 

Freitag 24. April:

Flug: Southend-on-Sea - Liege (1:37 h) & Liege - Bonn (0:37 h)

Landetaxe (inkl. VAT): 58,42 Euro (Lüttich) // 12,27 Euro (Bonn)

Passagiergebühr (inkl. VAT): 10,16 Euro

Parkinggebühr (inkl. VAT): 30,06 Euro // 4.61 Euro (Bonn)

Heute mussten wir von der Insel runter, da von Westen eine Kaltfront heranrückte. Der Vormittag präsentierte sich nochmals im schönen blauen Kleid mit ein paar Wolken am Himmel. Bereits am Vorabend hatte ich mich für Lüttich als nächsten Uebernachtungsort entschieden. Einerseits, weil es keines Handling Agent bedarf und andererseits, da es nahe am Rhein lag und so die Möglichkeit später nach Süden zu gelangen den grössten Erfolg versprachen. Beim Blick auf die VFR Karte für Belgien, die ich ebenfalls an der AERO gekauft hatte, wird es einem ganz anders. Wo soll man da noch durchfliegen können? Da ist ja alles vollgestopft mit Restricted Areas, Danger Areas und CTRs der grossen Flughäfen. Allerdings stellt sich dann heraus, dass das Durchfliegen der Restricted und Danger Areas gar nicht so dramatisch ist, da die meisten sowieso nicht aktiv sind.

Der Flug war so recht angenehm und nicht so aufwendig, wie dies auf den ersten Blick den Anschein macht. Der Anflug, die Landung und das Rollen auf dem grossen Flughafen von Lüttich sehr einfach und effizient. Einzig nach dem Parkieren fühlt man sich etwas Verlassen. Da kommt kein Fahrzeug, das einem aufpickt und zu einem Gebäudeeingang fährt. Nein, man läuft einfach so über das Vorfeld.

Das tolle an Lüttich ist, dass es hier noch eine richtige Meteo Station gibt und das nutzte ich dann auch, um mich über die Wetterentwicklung der nächsten Tage zu informieren. Tendenz: VFR-Flüge schwierig aber machbar.

Die Information am Flughafen erwies sich nicht als sehr hilfreich und auch der Taxichauffeur brachte uns bei der Hotelsuche auch nicht viel weiter. Immerhin fuhr er uns zum Informationsbüro in der Stadt. Leider stellte sich dann heraus, dass dieses umgezogen ist und wir dann fast einen Kilometer bis zum neuen Ort laufen mussten, denn das Taxi war schon wieder weitergefahren. Am Informationsbüro angekommen wurden wir nur von zwei staunenden Mitarbeitern empfangen, als wir und nach einem Hotel erkundigten. Ob wir denn nicht wissen, welches Datum wir hätten. An diesem Wochenende findet das berühmte Radrennen Lüttich - Bastogne - Lüttich statt, da gibt es weit und breit kein freies Hotelzimmer. Wir haben es dann doch bei zweien probiert, aber erfolglos. So gab es keine andere Möglichkeit, als ein Taxi zu nehmen und wieder zurück zum Flughafen zu fahren und eine Flugetappe anzuhängen. Dies sollte sich später als guter Entscheid herausstellen, denn auf der Meteo habe ich mir noch Long-TAFS ausdrucken lassen und da war die Prognose für den nächsten Tag für Lüttich alles andere als VFR Bedingungen. Nicht mal für SVFR hatten die Werte ausgereicht

Also flogen wir weiter nach Bonn-Hangelar. Kurzer und schöner Überflug von Belgien nach Deutschland über anfänglich hügeligem Gelände und danach in die flache Rheinebene. Reger Betrieb in Bonn-Hangelar, schon fast Birrfelder Verhältnisse und dies ganz nahe an der CTR von Köln. Wenigsten war die Hotelsuche hier einfacher und wir fanden ein schönes Hotel ganz in der Nähe, Golf Hotel, das ganz auf die Bedürfnisse der Golfspieler ausgerichtet ist. Schönes grosses Zimmer mit 4 kleinen Balkonen, Essen auf grosszügiger Terrasse mit Blick auf den Golfplatz.

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Golf Hotel Veranda.............................................................................Vivien beim Abendessen

 

25. April 2015

 

Bonn

Speyer

0:57

 

 

Samstag 25. April:

Flug: Bonn - Speyer (0:57 h)

Fuelpreis per Liter (kein VAT): 2.43 Euro (Bonn)

Landetaxe (inkl. VAT): 12.30 Euro

Parkinggebühr (inkl. VAT): 5.80 Euro

Der Morgen präsentierte sich so, wie es das Long TAF erwarten liess, nämlich grau verhangen und Nieselregen. Dies scheint die Golfer nicht zu beeindrucken, die morgens um 8 Uhr schon Ihre Wägelis ausgerüstet mit einem grossen Regenschirm über den Green zogen. Mein Blick fokussierte sich dagegen eher auf die Wolkenschichten, die aber nur diffus erkennbar waren. Dennoch beschlossen wir das Taxi zu bestellen und uns zum Flugplatz chauffieren zu lassen. Zu unserer Überraschung war dort eine grosse Menschenmenge versammelt. Später war dann auch klar, dass es hier um eine Gruppe handelte, die einen Helikopterrundflug gebucht hatten. Ein anwesender Pilot fragte mich dann nach meinen Absichten. Nachdem ich ihm erklärt hatte, dass ein Flug nach Speyer auf dem Programm stehe, schaute er in seinem Handy nach, was das GAFOR für diese Strecke ausschaute. Das sieht nicht mal schlecht aus, waren seine optimistischen Worte, einzig auf dem ersten Streckenabschnitt dürfte es nicht allzu gemütlich werden und ich soll mich dann jeweils auf der rechten Rheinseite aufhalten, damit ich den nicht den entgegen kommenden VFR Verkehr beeinträchtige.

Mit diesen optimistischen Prognosen rollte ich zur Tankstelle um den notwendigen Sprit für den Heimflug aufzunehmen.

Um 11:08 Uhr starteten wir dann Richtung Süden. Nun, etwas überraschend konnte ich bis auf 2'300 Fuss steigen, um noch ausserhalb der untersten Wolkenschicht zu bleiben. Ich musste mich also keineswegs am Rhein orientieren, sondern konnte direkt auf den ersten Checkpunkt, den Flugplatz von Koblenz-Winningen zusteuern. Nachdem wir dieses erste Drittel hinter uns gebracht hatten, konnte ich gar auf die geplante Reiseflughöhe von 3'500 Fuss steigen. Nachdem wir das Rheinknie von Bingen passiert hatten, setzte sich die Sonne immer mehr durch und so landeten wir um 12:05 Uhr bei schönem Frühlingswetter in Speyer.

Speyer kenne ich inzwischen schon sehr gut, so dass ich nach der Landung auf dem Tower gleich den Zoll für den Sonntag anmeldete, zum Hotel am Flugplatz für das Einchecken ging, mich über das Programm im IMAX erkundigte, einen entsprechenden Film buchte (The Magic of Flight) und ins Zentrum zum "Shoppen" weiterlief. Am späteren Nachmittag bedeckte sich der Himmel zusehends, doch trübte dies die Stimmung wenig, sind die Long TAF Prognosen für den Heimreisetag sehr optimistisch.

Am Abend habe ich dann zwei Heimreise Varianten ausgearbeitet, eine Schönwetter Variante über den Schwarzwald und eine Schlechtwetter Variante dem Rhein entlang.

 

Rhein die Pfalz bei Kaub

 

26. April 2015

Speyer

Birrfeld

1:05

 

Sonntag 26. April:

Flug: Speyer - Birrfeld (1:05 h)

Gut gestärkt liefen wir zum Flugplatz zurück. Das lokale Wetter liess einen schönen Flug erwarten, aber natürlich sahen wir (noch) nicht, wie sich die Wettersituation in die Schweiz präsentierte. Das pc_met lieferte dann die erhofften positiven Wetterdaten und so war klar, dass der Flug über den Schwarzwald gehen wird. Da zum vereinbarten Zeitpunkt keine Zollbeamten erschienen sind, machten wir uns abreisefertig.

Um 11:38 Uhr ging es auf zur letzten Etappe der Frühlingsreise 2015, auf welcher mich das erste Mal unsere jüngste Tochter Vivien begleitete. Mit ihren 10 Jahren hat sie das auch schon recht gut gemeistert und bei den anfallenden Arbeiten am Flugzeug und während des Fluges auch schon fleissig mitgeholfen.

Eine erste Regenzelle über dem Schwarzwald veranlasste mich dann diese westlich zu umfliegen, was dann den positiven Effekt hatte, dass ich westlich von Waldshut den Schwarzwald verliess und so die Höhe von 4'500 Fuss beibehalten konnte. Um 12:43 Uhr ging unsere Reise zu Ende.

Infolge der High Performance Fliegerei kamen diesmal nicht so viele Flugstunden zusammen (nur 8:41 h). Dafür war der Spritverbrauch sehr hoch und auch der Ölverbrauch war mit 1,5 Liter etwas höher als normal. Der neue Motor lief aber wie eine 1 und wenn man genügend mit dem Priming einspritzt, läuft der Motor auch gut an. (Anm.: Dies war die grösste Umstellung für mich, brauchte ich den Priming bei den Vorgängermotoren praktisch nie, ausser an kalten Wintertagen).

 
nach dem Start in Speyer

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fast am Ziel Leibstadt..................................................................wieder zu Hause

 

 

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